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Güterwagen

 

Bei der Ferienlandeisenbahn werden die Güterwagen noch "richtig" verwendet. Sie werden aktiv bei Bauarbeiten (z.B. Gleisbauarbeiten) eingesetzt oder an Fahrtagen in einen Foto-Güterzug eingespannt.

 

Kesselwagen (Wg. 10)

Der kürzlich aufgearbeitete Kesselwagen besteht aus einem abnehmbaren Kessel und einem Batteriewagen. Batteriewagen wurden im Bergbau verwendet, um die erschöpften Batterien der Grubenlokomotiven, zur Ladestation zu verfahren. Denn im Bergbau wurden meistens die Batteriesätze nicht in der Lok sondern in speziellen Laderäumen geladen. Die Lokomotiven erhielten nach dem Ausbau der erschöpften Batterien, sofort von einem anderen Batteriewagen eine geladene Batterie. Der Kesselwagen wird bei der Ferienlandeisenbahn für Reinigungsarbeiten in Gleisnähe verwendet oder als Druckluftwagen für unsere "Badewanne". Der Wagen erhielt bei der kürzlichen Instandsetung einen neuen größeren Kessel. Der Wagen hat eine Länge von 2,44 m und ein Eigengewicht von 700 kg.

Kesselwagen

Großer Grubenhunt (Wg. 11)

Hunte beförderten unter Tage das Abbaumaterial vom Abbauort über das unterirdische Schienensystem zum Förderkorb. Mit diesem Förderkorb wurden die Hunte nach Übertage gefahren, wo ein oberirdisches Schienensystem sie aufnahm, um das Material seiner Verarbeitung oder Ablagerung zuzuführen. Die Hunte im Bergbau wurden zum Entladen im Gegensatz zu einer Kipplore in einer Maschine komplett ausgekippt. Bei der Ferienlandeisenbahn besitzen wir zwei große Hunte (einer davon als "Badewanne"), mit einer Länge von 2,47 m und einem Eigengewicht von 800 kg.

großer Grubenhunt

Kipplore (Wg. 12)

Kipploren wurden in der Regel bei Feld- und Waldbahnen eingesetzt, um z.B. Torf, Ton und Erden zu transportieren. Im Gegensatz zu den Grubenhunten, kann das Ladegut ohne weiteres technisches Hilfsmittel einfach ausgekippt werden. Es gibt die verschiedensten Größen von Kipploren. Die Kipplore der Ferienlandeisenbahn besitzt eine Länge von 2,02 m, Eigengewicht beträgt 700 kg und es können 0,75 m³ geladen werden. Im Jahr 2004 wurde die Kipplore aufgearbeitet. Dabei wurden die durchgerosteten Bleche ausgetauscht und die Kanten erneuert. Seit dem ist sie wieder regelmäßig bei Wartungsarbeiten an der Strecke im Einsatz.

Kipplore

Flachwagen (Wg. 14)

Der Flachwagen wurde im Jahr 2005 in eigener Werkstatt aus einem Kleinwagen (Rahmen mit 2 Radsätzen) gebaut. Die Rahmenkonstruktion und die Radsätze mit Radlagern wurden übernommen und nur die Aufbauten entstanden vollständig neu. Er besitzt nun eine ca. 2 m² große Fläche, mit 4 abnehmbaren Rungen zur Sicherung der Ladung. Als erster Wagen ist er mit einer Kupplung versehen, mit der alle anderen Wagen gekuppelt werden können. Das Fahrzeug ist 1,85 Meter lang und 500 kg schwer.

Flachwagen

Kranwagen (Wg. 16)

Der Kranwagen ist das kleinste Fahrzeug auf unserer Anlage, mit einer Länge von gerade mal 1,40 Meter und einem Gewicht von 500 kg. Der Ausleger ist im Winkel von 180° drehbar und damit kann ein Gewicht von etwa einer halben Tonne gehoben werden. Der Wagen ist aus Teilen eines Huntes, einem Wagenheber und verschiedenen Stahlprofilen gebaut. Bei den Erbauern diente er zum Anheben von Gleisjochen, bzw. zum Schleppen von Weichen und Gleisen. Bei uns wird er lediglich im Fotogüterzug eingesetzt.

Kranwagen

Langholzwagen (Wg. 17)

Langholzwagen dienten bei Feld- und Grubenbahnen zum Transport von Baumstämmen, Holzbalken und anderen länglichen Gegenständen. Das Ladegut ist beweglich auf den Einzelwagen gelagert um auch Kurven mit kleinstem Radius befahren zu können. Ein Einzelwagen wiegt etwa 200 kg. Gekuppelt hat die Wagengruppe eine Länge von 2,70 Meter, wobei auch längere Kuppelvarianten möglich sind. Die Wagen wurden im Jahr 2005 durch die eigene Werkstatt entrostet und neu lackiert. Der Langholzwagen ist seitdem ein Blickfang in unserem Güterzug und wird bei Gelegenheit auch betrieblich genutzt um Sägeabfall abzufahren.

Langholzwagen

Kleiner Grubenhunt (Wg. 18)

Neben den beiden großen Grubenhunten ist auch noch ein kleinerer Grubenhunt mit einem Eigengewicht von 400 kg und einer Länge von 1,25 Meter im Bestand.

Kipplore

Selbstentladewagen (Wg. 19)

Der Selbstentladewagen ist eine Spezialität der Porzellanfabrik Villroy & Boch aus dem Betrieb in Merzig. Dort wurde das Kaolin mit E-Loks in den Loren transportiert und um Verunreinigungen zu verhindern sind die Kübel mit Deckel versehen. Jeder Kübel wurde einzeln herausgehoben um befüllt/entleert werden. Bei der Ferienlandeisenbahn soll der Wagen zum Einschottern der Gleise verwendet werden.

Selbstentladewagen, Schotterwagen der Ferienlandeisenbahn Crispendorf

 

Text: T. Bitter, P. Heinrich

Bilder: Archiv Ferienlandeisenbahn e.V.

 

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